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Haarwuchsmittel – Hilfreich bei Haarausfall?

Haarwuchsmittel RegaineIn diesem Artikel möchten wir klären, ob Haarwuchsmittel bei Haarausfall helfen können. Eine Haartransplantation ist mit sehr hohen Kosten verbunden. Oft genügen aber auch günstige Präparate, oder z.B. Haar Vitamine. Eines der vielversprechendsten Haarwuchsmitteln ist Regaine. Viele kennen dieses Präparat aus der TV-Werbung. Der Wirkstoff von Regaine ist Minoxidil, welches zur Behandlung eines erblich bedingten Haarausfalls eingesetzt wird. Bei Regaine gibt es 2 Formen der Anwendung – als Schaum, oder als Lösung. In Österreich ist der Handelsname Rogaine. In der Schweiz wird Regaine auch unter dem Namen Neocapil verkauft.

Ob Regaine bei Ihnen wirkt, kann leider nur festgestellt werden, wenn Sie es über mehrere Wochen anwenden. Von vielen Anwendern wird der Schaum als angenehmer empfunden, da die Lösung häufig verläuft und verkleben kann. Allerdings ist die Lösung günstiger, als der Schaum. Regaine wirkt, indem es die Durchblutung der Haarfollikel steigert. Leider konnte die Wirkungsweise dieses Haarwuchsmittels bis heute nicht voll umfänglich geklärt werden.

Es wird davon ausgegangen, dass folgende Effekte erzielt werden:

  • Steigerung der Haardichte
  • Steigerung der Haardicke
  • Erweiterung der Kapillaren
  • Steigerung der Haarfollikel-Synthese
  • Verlängerung der Wachstumsphase

Die Erfolge von Regaine sind meist nach etwa 3 Monaten sichtbar.

 

Was ist Minoxidil

Minoxidil ist ein Wirkstoff, welcher bei erblich bedingtem Haarausfall zum Einsatz kommt. Der Wirkstoff gehört zur Wirkstoffklasse der Antihypertensiva. Alle Wirkstoffe, welche zu dieser Klasse gehören, haben eine blutdrucksenkende Wirkung. Mithilfe dieses Mittels ist es möglich Haarausfall zu verlangsamen oder gar zu stoppen. In einigen Fällen ist es sogar möglich das Wachstum auf dem Kopf zu stimulieren. Minoxidil kann sowohl bei Männern, als auch bei Frauen eingesetzt werden. Frauen brauchen in der Regel weniger des Wirkstoffs, als Männer. Vor allem bei Männern im Alter von 18 bis 49 Jahren scheint der Wirkstoff eine Wirkung zu zeigen. Die Fläche, auf die das Haarwuchsmittel angewendet wird, sollte nicht größer als zehn Zentimeter sein. Je kleiner die Fläche – desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass gute Ergebnisse erzielt werden. Die Verwendung wird vor allem am Hinterkopf empfohlen.

Bei Frauen kann das Mittel vor allem bei einem erblich bedingtem Haarausfall im Scheitelbereich angewendet werden. Einige Anwender verwenden Minoxidil auch um den Bartwuchs zu verbessern. Hierzu gibt es allerdings noch keine wissenschaftliche Studien.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Haarwuchsmittel mit dem Wirkstoff den Haarausfall aufhält liegt bei ca. 70 bis 80 Prozent. Bei etwa 30 Prozent fangen sogar die Haare wieder an zu wachsen. Bei oraler Einnahme kann es zu zahlreichen Nebenwirkungen kommen, weshalb das Medikament nur noch selten als blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt wird.

 

So wirkt Minoxidil

Zum Senken des Blutdrucks, wird Minoxidil oral eingenommen. Zur Anwendung auf der Kopfhaut, wird der Wirkstoff in Form einer Lösung oder eines Schaumes auf dem Kopf aufgetragen und einmassiert. Es muss darauf geachtet werden, dass man das Mittel nicht in die Augen bekommt. Es wird zudem empfohlen das Mittel unter Aufsicht eines Arztes einzunehmen. Kaufen kann man Minoxidil entweder rezeptfrei in Apotheken, oder in Online Shops. In Apotheken ist der Preis allerdings in der Regel um einiges höher als im Internet. Die Wirkung tritt in der Regel nach drei bis vier Monaten ein. Bis man ein optimales Ergebnis hat, kann es allerdings bis zu einem Jahr dauern.

 

Mögliche Nebenwirkungen

Sollte Minoxidil auf der Kopfhaut angewendet werden ist die häufigste Nebenwirkung ein Juckreiz. Dies kommt vom Alkohol, welches in der Lösung enthalten ist und die Kopfhaut austrocknet. Dadurch kann es zudem zu einer Schuppenbildung, oder Akne kommen. In der Regel kommt es zu Beginn der Behandlung zu verstärkten Haarausfall – was aber kein schlechtes Zeichen ist. Durch den Haarausfall können die Haare kräftiger nachwachsen. Falls Hautreaktionen wie z.B. Ausschlag, Rötungen, etc. auftreten sollte auf jeden Fall das Medikament abgesetzt werden. Wenn eine Überdosis von Minoxidil eingenommen wird kann dies zu niedrigem Blutdruck, Kopfschmerzen und Herzrasen führen. Weitere Nebenwirkungen sind Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Lungenveränderungen und Blutarmut. Die Einnahme während einer Schwangerschaft, oder in der Stillzeit sind untersagt. Zudem sollte Minoxidil bei Kindern nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden – und dies nicht äußerlich.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Guanethidin oder Bethanidin sowie Alpha-Rezeptorenblockern kann es zu Wechselwirkungen kommen. Werden gleichzeitig Betha-Rezeptorenblocker eingenommen, kann dies eine verstärkte Aktivität der Hormone, die den Blutdruck regulieren, zur Folge haben. Zudem ist durch die zeitgleiche Einnahme von Diuretika und Minoxidil ein vermehrter Wasser- und Mineralstoffverlust möglich.

 

Zu kaufen gibt es Regaine in der Apotheke oder Online, wie z.B. auf Amazon.de.

 

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Koffein Shampoos

Bei erblich Bedingtem Haarausfall sollen angeblich Koffeinshampoos helfen, um das Ausfallen der Haare zu bremsen, oder gar zu stoppen. Viele kennen sicherlich den Werbespot von Alpecin, in dem uns Herr Dr. Klenk erklärt, warum im Alter das Haarwachstum nachlässt und dass Alpecin Doping für die Haare ist und zwar NUR für die Haare. Bei genetisch veranlagtem Ausfall der Haare, liegt eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln einem Steroidhormon mit dem Namen DHT (Dihydrotestosteron) zugrunde. DHT ist ein Abbauprodukt des Hormons Testosteron und greift die Haarwurzeln an. Diese werden dadurch geschwächt, bis sie schließlich absterben. Durch Koffeinshampoos, wie z.B. Alpecin, soll der Angriff von Dihydrotestosteron abgewehrt werden. Dadurch sollen die Wachstumsphasen der Haare wieder länger werden, die Haarwurzeln sollen sich besser regenerieren können und somit soll der Haarausfall gestoppt werden. Doch die Wirkung von Koffeinshampoos ist stark umstritten. Bisher wurde die Wirskamkeit nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

 

Haar Vitamine

Weitere Präparate sind zum Beispiel Haar Vitamine. Häufig entsteht Haarausfall auch aufgrund eines Nährstoffmangels. Hier können Nahrungsergänzungsmittel helfen den Mangel auszugleichen. Diese beinhalten meist wertvolle Nährstoffe wie Biotin, Zink und Selen, welche zur Erhaltung normaler Haare beitragen. Wenn dem Körper nicht ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen, transportiert er diese an andere wichtigen Stellen, wodurch die Haarfollikel unterversorgt werden und somit die Haare ausfallen.

Vor allem bei dem sogenannten diffusen Haarausfall (wie er meist bei Frauen auftritt), sind Nahrungsergänzungsmittel meist zielführend. Im Vergleich zu Haarwuchsmittel mit dem Wirkstoff Minoxidil, haben Haar Vitamine meist keine bzw. nur sehr wenige Nebenwirkungen.

Ein veganes Präparat mit vielen wertvollen Nährstoffen ist zum Beispiel NaroVital Hair-Power. Dieses Produkt erfreut sich großer Beliebtheit und enthält 17 Nährstoffe. Darunter Biotin, Zink, Selen, Hirse, OPC und Pantothensäure. 

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Die Nährstoffe Biotin, Zink und Selen können allerdings auch ausreichend durch die Nahrung aufgenommen werden. Wichtig hierfür ist eine ausgewogene Ernährung. In folgender Tabelle können Sie die Top-Lieferanten entnehmen.

Top 5 Biotin Lieferanten:

Rinderleber 100 μg / 100 g
Erdnüsse 34 μg / 100 g
Bananen 5 μg / 100 g
Walnüsse 20 μg / 100 g
Brie 5 μg / 100 g

 

Top 5 Zink Lieferanten:

 Kürbiskerne 7 mg / 100 g
 Haferflocken  4,1 mg / 100 g
 Paranüsse  4 mg / 100 g
 Linsen (getrocknet)  3,7 mg / 100 g
 Erdnüsse (geröstet)  3,4 mg / 100 g

 

Top 5 Selen Lieferanten:

Thunfisch 82 μg / 100 g
Rosenkohl 18 μg / 100 g
Sojabohnen 19 μg / 100 g
Paranüsse 100 μg / 100 g
Emmentaler 11 μg / 100 g

 

 

Haartransplantation

Eine weitere Methode um neue Haare wachsen zu lassen, ist die teure Haartransplantation. Da es sich bei der Haartransplantation nicht um einen medizinisch erforderlichen Eingriff handelt, wird diese in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Jedoch kann es unter bestimmten Umständen sein, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Patient aufgrund der Alopezie ein schlechtes Wohlbefinden hat, oder gar unter Depressionen leidet. Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Anzahl der verpflanzten Haare, der Methode der Haarverpflanzung und dem durchführenden Arztes. Die Kosten können so zwischen 1500€ und 17000€ liegen.

Bei einer Haartransplantation werden nicht nur Haare verpflanzt, sondern vor allem die Haarfollikel. Diese entnimmt der Arzt am Hinterkopf des Patient samt der Kopfhaut. Hierfür wird eine örtliche Betäubung angewendet. Anschließend werden Löcher in die Kopfhaut gestanzt, in welche der Arzt die Haarfollikel einsetzt. Das Ganze dauert einige Stunden. Bis aus den verpflanzten Follikel neue Haare wachsen, dauert es in etwa drei Monate. Leider gibt es keine Garantie, dass durch den Eingriff neue Haare wachsen. Denn es können Narben entstehen, die Wunde kann sich infizieren und die transplantierten Haarwurzeln können vom Körper abgestoßen werden. Der Vorteil einer Transplantation im Vergleich zu Haarwuchsmitteln, wie zum Beispiel Minoxidil ist, dass die Präparate meist täglich angewendet werden müssen.

 

Welche Haarwuchsmittel gibt es?

Je nach Ursache des Haarausfalls, gibt es unterschiedliche Haarwuchsmittel, welche helfen können. Wenn die Ursache Beispielsweise eine Fehlernährung bzw. ein Mineralstoffmangel ist, helfen am besten Haar Vitamine. Sollten die Haare aufgrund einer Vererbung ausfallen, helfen Mittel wie z.B. Regaine mit dem Wirkstoff Minoxidil. Für fast jede Ursache gibt es heutzutage das passende Präparat. Hier eine kleine Übersicht an verschiedenen Haarwuchsmitteln:

NaroVital Hair-Power
Regaine Männer Schaum
Regaine Frauen Schaum
Priorin
Pantovigar

 

 

Ursachen für Haarausfall

Es gibt viele verschiedene Gründe, weshalb die Haare ausfallen können. Bei Männern werden oft die Hormone für Haarausfall verantwortlich gemacht, oft sind es aber auch die Gene. Ein weiterer Grund kann das Immunsystem sein.

 

Eine Übersicht von möglichen Gründen:

  • Psychische Belastungen – Dazu zählen z.B. Trauer, Stress, Depressionen, Sorgen usw.
  • Schwangerschaft, Hormonstörungen, Antibabypille, Wechseljahre
  • Schildrüsenerkankung
  • Verschiedene Medikamente wie z.B. Chemotherapeutika, blutgerinnungshemmende Medikamente, Beta-Blocker, Schilddrüsen-Medikamente, Cholesterin senkende Medikamente usw.
  • Belastung mit Lösungsmitteln, Klebstoffen, Schwermetallen, Gifte etc.
  • Bestrahlungen
  • Haarpflege-, Haarfärbe-, oder Stylingprodukte
  • Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten
  • Falsche Ernährung – z.B. Einseitige Diäten

Meistens werden die Gene, oder Hormone als Ursache für den Haarausfall verantwortlich gemacht, ohne weitere Nachforschungen zu betreiben. Die eigentliche Grundursache ist allerdings eine gravierende Fehl- oder Mangelernährung, welche heutzutage leider oft Gang und gäbe ist. Dem Körper fehlen dadurch viele Nährstoffe, Mineralstoffe und Antioxidanten. Außerdem fehlen häufig Vitamine und Spurenelemente. Wie soll der Organismus mit einem solchen Mangel dann noch mit synthetischen Hormonen, Arzneien, Krankheiten, Stress etc. fertig werden? Das ist leider unmöglich. Es gibt allerdings noch weitere mögliche Gründe.

 

Übersäuerung oder überlastetes Verdauungssystem

Durch eine chronische Übersäuerung wird ein bereits vorhandener Mangel an Mineralstoffen vervielfacht. Zudem führt die übliche Ernährung zu Irritationen im Verdauungssystem – mit der Folge einer gestörten Darmflora. Wenn das Verdauungssystem zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird können jedoch nur sehr wenige Mineralstoffe und Spurenelemente aufgenommen werden. Dadurch verschlimmert sich der Mikronährstoffmangel. Gleichzeitig führt dies zu einem geschwächten Immunsystem. Wie man sieht kann also auch das Immunsystem als Ursache angesehen werden.

 

Erblich bedingter Haarausfall

Der erblich bedingte Haarausfall wird verursacht durch ein Zusammenspiel der männlichen Geschlechtshormone. Diese setzen an den Haarwurzeln mit ihren Umwandlungsstoffen an und stoppen so die Nährstoffversorgung, welche zum Absterben der Haarwurzeln führt. Beim erblich bedingten Haarausfall kann man den typischen Verlauf mit dem sogenannten Hamilton-Norwood-Schema bestimmten, welche das Fortschreiten in verschiedenen Stadien unterteilt.

 

Fazit zu Haarwuchsmittel

Für fast jede Art des Haarausfalls gibt es das passende Haarwuchsmittel. Produkte wie Regaine mit dem Wirkstoff Minoxidil eignen sich vor allem für erblich bedingtem Haarausfall, wohingegen Haar Vitamine sich vor allem für diffusen Haarausfall eignen. Oft helfen aber auch schon diverse Hausmittel bei Haarausfall. Sollte keines dieser Haarwuchsmittel zum Ziel führen, führt meist kein Weg an einer Haartransplantation vorbei. Bei Haarausfall sollte mit dem Arzt gesprochen werden um die Art des Haarausfalls zu bestimmen und das passende Präparat zu finden.

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