5 natürliche Methoden für dickes, volles Haar

Natürlich hat es Vorteile, dünne Haare oder eine Glatze zu haben: Man muss nicht dauernd zum Frisör, Waschen und Föhnen gehen viel schneller (oder man kann es sich ganz sparen) und der Duschabfluss wird selten mit Haaren verstopft. Aber wenn wir ehrlich sind, fast jede(r) würde alles für eine super dicke, glänzende Mähne geben. Und um nochmals ehrlich zu sein, ob Shampoos, Conditioner oder Haarwässerchen: Die allermeisten Methoden zur Haarverdickung funktionieren nicht. In diesem Text erfährst du fünf Tipps, was du für dickeres, volles Haar tun kannst – ganz natürlich und ohne Chemie.

So stärkst du dein Haar auf natürliche Weise

Viele haben feines, dünnes oder schütteres – also irgendwie nicht gesund ausehendes Haar. Um gesundes, voluminöses Haar zu erhalten, musst du zunächst deine Kopfhaut gesund erhalten. Lass also alle oft überteuerten Shampoos und Conditioner im Regal stehen, und auch die teuren Hair Extensions oder medizinische Haartransplantationen sind nur Ultima Ratio. Entscheide dich lieber für das, was natürlich ist und was trotzdem funktioniert. Im Folgenden beschreiben wir anhand von fünf einfachen Schritten, wie du von dünnem, schütteren Haar zu gesundem, vollen Haar kommen kannst.

1. Schneide deine Haare alle 6 Wochen

Deinen Spliss, also die abgebrochenen, gespaltenen Haarspitzen, kannst du mit folgender Methode entfernen: Teile dünne Haarsträhnen ab und drehe sie ein. Beim Eindrehen springen die Haarspitzen der unterschiedlich langen Haare heraus. Die sichtbar splissigen Haarenden schneidest du ab. Dann wiederholst du den Vorgang für jede weitere Haarsträhne. Wenn du den Spliss regelmäßig entfernst, bekommst du auf Dauer gesünderes, dickeres Haar. Einfacher ist es vielleicht alle sechs Wochen einen regelmäßigen Schnitt beim Frisör einzuplanen.

2. Vitamine, die das Haarwachstum fördern

Du kannst machen, was du willst, aber gesundes, kräftiges Haar ist auf natürliche Weise nur bei gesunder, ausgewogener Ernährung möglich. Nur dann wirst du die für die Gesundheit deiner Haare wichtigen Vitamine und Mineralien in ausreichender Menge aufnehmen. Die Haaarfollikelzellen, die die Haare produzieren, gehören zu den Zellen mit dem aktivsten Stoffwechsel in unserem Organismus. Kein Wunder, dass diese Haarzellen besonders die B-Vitamine und viele Spurenelemente brauchen, nämlich:

  • Biotin
  • Pantothensäure
  • Niacinamid (Nicotinamid)
  • Folsäure
  • Cystein
  • Kupfer, Selen, Eisen, Zink

Nimmst du diese haargesunden Vitamine und Spurenelemente regelmäßig ein, trägt das dazu bei, dein Haar voll und gesund zu halten. Das kannst du sowohl durch geeignete Lebensmittel wie durch Nahrungsergänzungsmittel erreichen.

 

 

Warum Biotin Haarausfall verhindern kann

Biotin, ein B-Vitamin, ist ein essentieller Nährstoff, der bekanntermaßen Haarausfall verhindert. Biotin verbessert die natürliche Keratinstruktur des Körpers, die ein wesentlicher Bestandteil von Nägeln, Haaren und Haut ist. Obwohl die Wirksamkeit von Biotin bei Haarausfall und dünnen Haaren umstritten ist, empfehlen viele Spezialisten die Ergänzung mit biotinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln sowie biotinreichen Lebensmitteln, wie z.B.:

  • Eigelb
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkorngetreide
  • Nüsse
  • Innereien

3. Die Haare nicht zu oft waschen

Versuche deine Haare weniger häufig zu waschen, wenn möglich, maximal zweimal pro Woche. Dann können die natürlichen, von der Kopfhaut produzierten Öle dein Haar pflegen, was den Haarbruch auf ein Minimum beschränkt.

Wenn dein Haar dünn ist, wird es wahrscheinlich auch schnell fettig. Wenn du aber dein Haar zu oft wäschst, regst du deine Kopfhaut nur noch mehr dazu an, verstärkt Öl zu produzieren. Dein Haar wird noch schneller fettig. Es geht also darum, ein Gleichgewicht zu finden. Bei fettigem, dünnen Haar kannst du außerdem folgendes versuchen:

  1. Mische Sonnenblumenöl, Rosmarinöl und Olivenöl zu gleichen Teilen und tränke dein (trockenes) Haar damit. Sonnenblumenöl ist hervorragend für strapaziertes Haar. Das Rosmarinöl stimuliert die Zellteilung und erweitert die Blutgefäße, was wiederum den Blutfluss zur Kopfhaut und damit die Haarfollikel stimuliert. Olivenöl ist reich an Vitamin A und E, hilft bei der Entfernung von Talgansammlungen (die das Haarwachstum blockieren) und versiegelt Feuchtigkeit und schützt das Keratin im Haar.
  2. Lass die Mischung eine Stunde lang wirken und spüle es dann mit Apfelessig aus. Der Essig trocknet die Kopfhaut nicht so aus wie die meisten Shampoos, revitalisiert dein Haar und macht es weich und glänzend.

4. Shampoo verwenden oder nicht?

Wenn du Shampoo verwendest, sollte es keine Sulfate und Parabene enthalten, das ist auf lange Sicht besser für dein Haar.

Warum sind Sulfate schädlich?

Sulfate trocknen das Haar aus und verbinden sich mit Wasser, um Fette zu emulgieren und zu entfernen. Sulfate lösen aber auch den Talg von der Kopfhaut und entfernen die natürliche Öle, was zu trockenem Haar führt. Auf den Zutatenliste der Shampoos finden sich z.B.  Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurethsulfat oder Ammoniumlaurylsulfat.

Warum sind Parabene schädlich?

Parabene sind als Butylparaben, Methylparaben, Propylparaben und Alkylparahydroxybenzoate aufgeführt. Parabene werden mit Dermatitis und Rosacea in Verbindung gebracht und wirken hautreizend. Parabene ahmen die Aktivität des Hormons Östrogen nach und stehen im Verdacht, die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Krebsarten zu erhöhen.

Was ist mit der „No-Poo“ -Methode?

Viele Menschen haben sich mit der No-Poo-Methode angefreundet, d.h. sie verzichten ganz auf Shampoo und Conditioner. Einige verwenden sogar Backpulver zum Haarewaschen. Aber ist Backpulver gut für dünnes Haar und fügt es Volumen hinzu?

Die durchschnittliche Kopfhaut hat einen pH-Wert von 5,5 und der Haarschaft einen pH-Wert von 3,7. (ph-Werte von 1 bis 6 bedeuten sauer, über 7 ist alkalisch.) Backpulver hat einen pH-Wert von 9 und ist damit deutlich alkalischer als die Kopfhaut. Backpulver ist sehr wahrscheinlich nicht gut für Kopfhaut und Haar, du solltest Backpulver nur zum Backen verwenden!

5. Goldhirse-Extrakt

Zum Abschluss noch ein Geheimtipp: Die Hirse (Panicum miliaceum), eine der ältesten Kulturpflanzen, hat einen sehr hohen Gehalt an Mineralien und Spurenelementen. Insbesondere die Goldhirse enthält viel Silizium, Eisen und Magnesium, also Mineralstoffe und Spurenelemente, die für Haare, Haut und Nägel wichtig sind. Außerdem enthält Goldhirse das Phytosterol Miliacin, ein Pflanzenhormon, das für ein gesundes Haarwachstum besonders wertvoll ist.  In speziellen Hirsesamenextrakten ist Miliacin besonders hochkonzentriert enthalten. Dieser Hirsesamenextrakt kann den Zellstoffwechsel, die Zellteilung und die Geweberegeneration nachweislich fördern. Das zeigen Studien der RWTH Aachen an Zellkulturen. Darüber hinaus stimuliert der Extrakt das Haarwachstum, stärkt die Haarwurzeln und fördert eine gesunde und glänzende Haut.

 

 

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