Schlaf und Entspannung natürlich fördern

Ruhe und Entspannung werden üblicherweise synonym verwendet. Aber was bedeuten sie eigentlich? Ist Ruhe gleich Entspannung, oder was ist der Unterschied? Und gibt es natürliche Hilfsmittel, um mehr Ruhe und mehr Entspannung zu finden?

Ruhe ist im Prinzip Bewegungslosigkeit und das weitgehende Fehlen äußerer Reize. Dies bedeutet, dass Ruhe hauptsächlich im Schlaf stattfindet, während die Entspannung im Wachzustand geschieht. Wenn wir uns zum Beispiel zwanglos mit etwas beschäftigen, das uns Spaß macht, entspannen wir. Ruhe und Entspannung schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern gehen Hand in Hand. Daher ist es wichtig, dass wir Zeit in Ruhe und Entspannung investieren, denn dadurch können wir unsere geistige und körperliche Gesundheit nicht nur erhalten, sondern sogar optimieren. Am besten, du baust feste Schlaf- und Ruhezeiten in deinen Tagesablauf mit ein, insbesondere, wenn du geistig oder körperlich einen stressigen Tag hattest. Wenn du dich müde und ausgebrannt fühlst, solltest du auf jeden Fall auf deinen Körper hören und dir regelmäßig eine Auszeit zu nehmen. Denn um dein Bestes zu geben, musst du in Bestform sein. Wenn du dich nicht selbst um dich kümmerst, wer wird es sonst für dich tun?

Das Entscheidende für mehr Ruhe und Entspannung ist der Schlaf. Körper und Geist regenerieren sich, wenn wir schlafen. Schlaf und Ruhe erfrischen den Geist und reparieren den Körper. Die meisten Erwachsenen benötigen zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf pro Nacht. Das genaue Schlafbedürfnis ist aber unterschiedlich, jeder hat seine individuelle optimale Schlafdauer. Schläft man länger oder kürzer, schadet das. Fakt ist: Ohne ausreichenden Schlaf leidet unser Körper unter einer Vielzahl von physischen und psychischen Symptomen.

 

 

Folgen von Schlafmangel

Ohne ausreichenden Schlaf kann unser Körper mit zahlreichen physischen und psychischen Symptomen reagieren. Einige von ihnen sind:

Gewichtszunahme

Chronischer Schlafentzug kann sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken. Zusätzlich regt Schlafverlust den Appetit und das Verlangen nach fettreichen und kohlenhydratreichen Lebensmitteln an, was zu einer Gewichtszunahme führt.

Anfälligkeit für Krankheiten

Schlafmangel schwächt unser Immunsystem und erhöht das Risiko für Infektionen und andere Erkrankungen.

Vorzeitige Hautalterung

Ein Mangel an Schlaf kann auch zu einer vorzeitigen Hautalterung führen, da der Spiegel von Cortisol erhöht ist, wodurch Collagen vermehrt abgebaut wird. Collagen ist unter anderem für die Glätte und Elastizität der Haut verantwortlich.

Kognitive Probleme

Während wir schlafen, sortiert und speichert unser Gehirn die Informationen, die wir tagsüber gesammelt haben. Ohne ausreichenden Schlaf findet dieser Prozess nicht oder unvollständig statt, was zu Problemen bei Gedächtnis, Konzentration, logischem Denken und bei der Problemlösung führen kann.

Weniger Geselligkeit und depressive Gedanken

Übermüdete Menschen haben Probleme mit Tätigkeiten, die anhaltende Aufmerksamkeit erfordern, wie z. B. geselliges Zusammensein, Gesellschaftsspiele etc. Schlafmangel führt auch zu einer Abnahme der Libido und macht uns weniger kontaktfreudig und weniger sympathisch. All das führt zu pessimistischer Grundeinstellung und sozialem Rückzug, was wiederum die Anfälligkeit für Depressionen erhöht.

Wie lässt sich gesunder Schlaf natürlich fördern?

Genauso, wie es Substanzen gibt, die den Schlaf stören, z.B. Koffein, kennen wir auch eine Reihe von natürlichen Mitteln, die beruhigend und schlaffördernd wirken. Hier kann man speziell drei natürliche Substanzen herausgreifen, die der Organismus braucht, um zur Ruhe zu kommen und Schlaf zu finden. Diese natürlichen Substanzen können wir unserem Körper zusätzlich von außen zuführen: GABA, 5-HTP und L-Tryptophan.

GABA (Gamma-Aminobuttersäure)

GABA ist eine Aminosäure, die im Gehirn produziert wird und dort wichtige Funktionen übernimmt. GABA gehört zu den Neurotransmittern. Das sind Botenstoffe, mit denen die Nervenzellen untereinander Signale übertragen.

Es gibt viele Neurotransmitter im Nervensystem. Neben GABA gehören auch Glutamat, Acetylcholin, Serotonin oder Noradrenalin dazu. GABA ist der wichtigste Vertreter der hemmenden Botenstoffe. Es ist sozusagen die Bremse des Gehirns, was gar nicht negativ gemeint ist, denn wer wollte schon ohne Bremse Auto fahren? GABA hat – um ein anderes Bild zu nutzen – im Gehirn die Aufgabe, „einen Gang runterzuschalten“. Das kann bei Angstgefühlen, Stress, Schlaflosigkeit, unausgeglichener Stimmung und Überaktivität helfen.

Der Körper kann GABA zwar selbst herzustellen, aber nur in einem gewissen Maße. In Lebensmitteln kommt GABA auch kaum vor (Ausnahme in Grünem Tee und Kefir). Um den Körper immer ausreichend mit GABA zu versorgen. kann ein zusätzlicher Verzehr eines GABA-haltigen Nahrungsergänzungsmittels sinnvoll sein. Am besten eines, das auch Vitamin B6 enthält, denn Vitamin B6 ist für die Bildung von GABA notwendig.

Weiterhin sind für das Thema „Schlaf, Ruhe und Entspannung fördern“ noch zwei andere Substanzen interessant. Aus Ihnen kann der Körper Serotonin herstellen. Serotonin ist ein neuronaler Botenstoff im Gehirn und beeinflusst nicht nur Schlaf und Appetit, sondern auch die Stimmung, weswegen Serotonin auch „Glückshormon“ genannt wird. Aus Serotonin wiederum stellt der Körper Melatonin her. Schlafstörungen entstehen oft durch eine Störung des Serotonin-Melatonin-Gleichgewichts. Ist zu wenig Serotonin vorhanden, kann auch zu wenig Melatonin gebildet werden: Schlafprobleme können die Folge sein.

5-HTP (5-Hydroxy-Tryptamin)

5-HTP ist eine Vorstufe von Serotonin ist. Nimmt man 5-HTP z.B. mit einem Nahrungsergänzungsmittel, kann das den Serotonin-Spiegel im Gehirn anheben. Synthetisch hergestellte 5-HTP Präparate haben jedoch oft viele Nebenwirkungen. Das pflanzliche 5-HTP, das aus der afrikanischen Schwarzbohne (Griffonia simplicifolia) extrahiert wird, kann helfen, den Serotoninspiegel natürlich anzuheben.

L-Tryptophan

Serotonin kann auch aus L-Tryptophan gebildet werden. Das ist eine essenzielle Aminosäure, die der Organismus nicht selbst herstellen kann. Wir müssen Tryptophan mit der Nahrung aufnehmen. Auch durch Nahrungsergänzung mit Tryptophan, erhöht sich der Serotonin-Spiegel im Blut und damit kann mehr Melatonin gebildet werden: Melatonin wiederum verbessert Schlafdauer und Schlafqualität.

 

 

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