Einlegesohlen als sinnvolle Hilfe gegen Fehlstellungen des Fußes
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Klassische Einlegesohlen schaden sogar – Wir erklären, was wirklich hilft

Schmerzen im Rücken, in den Knien oder in der Hüfte haben ihre Ursache nicht immer in der entsprechenden Region. Häufig liegt die Ursache tiefer: Fehlstellungen des Fußes können dafür verantwortlich sein. Beispiele sind hier ein Senk-, Knick- oder Spreizfuß. Kommen alle drei Fehlstellungen zusammen, spricht man umgangssprachlich auch von einem Plattfuß. Klassische orthopädische Einlegesohlen werden häufig verschrieben, um den Problemen Einhalt zu gebieten. Allerdings können diese Einlegesohlen sogar einen negativen Effekt haben. Wir klären auf.

Nackte Füße eines Kleinkinds auf einem Gehweg

Besonders im Säuglings- und Kleinkindalter wird die Entwicklung der Füße durch äußere Einflüsse verändert.
Bildquelle: FeeLoona / Pixabay.com

Fehlstellungen der Füße werden durch unseren heutigen Lebensstil begünstigt. Vor allem während sich der Körper entwickelt, sind die Einflüsse entscheidend. Bei Jugendlichen ist der Anteil mit Beschwerden in den letzten Jahren angestiegen, so dass mittlerweile mehr als jeder zweite Bürger Probleme hat. Das wird vor allem durch zu wenig Sport begünstigt. Abgesehen davon ist vor allem das Säuglings- und Kleinkindalter wichtig. Hier wird die Entwicklung beeinflusst, indem sehr früh die Kinderfüße mit Schuhen eingeschränkt werden. Viel barfuß herumzulaufen, kann also schon einmal helfen.

Wenn es nun aber bereits zu einer Fehlstellung gekommen ist, sollen orthopädische Schaumstoff-Einlagen helfen. Diese erzielen aber häufig einen gegenteiligen Effekt. Selbst wenn die Einlagen nach einem Schaumabdruck der Füße hergestellt werden, muss nicht unbedingt eine Besserung eintreten. Sie stützen den Fuß nur passiv, so dass die Muskulatur langfristig geschwächt wird, weil sich der Körper an die Unterstützung gewöhnt. Weiterer Nebeneffekt: Ohne die Einlagen kann es zu Schmerzen im Fuß kommen.

Eine Besserung verspricht die Werbeoffensive der Euphoric Feet. Falls Sie diese magnetischen Einlagen bereits in einer Werbeanzeige gesehen haben, ist hier blindes Vertrauen auch nicht ratsam. Es gibt ebenfalls Kritik zu Euphoric Feet. Haben Sie Schmerzen, die sich eventuell auf Fehlstellungen im Fuß zurückführen lassen, sollten Sie in jedem Fall einen Spezialisten aufsuchen. Bekannte Symptome sind beispielsweise:

  • Häufiges Umknicken des Fußes (vor allem nach innen)
  • Auffälliges Gangbild
  • Schmerzen im Fuß, Rücken, Knie oder in der Hüfte

Da der gesamte Organismus miteinander verbunden ist, können sich durch Knick-Senk-Spreizfüße begründete Schmerzen fast im gesamten Körper ausbreiten – selbst bis zum Kopf. Abhilfe schaffen hier aktive Einlagen. Diese Varianten werden als sensomotorische Einlagen bezeichnet. Sie sind ebenfalls unter dem Fachausdruck propriozeptive Einlagen bekannt.

Diese speziellen Einlagen werden nach einer Ganganalyse individuell angefertigt. Sie stimulieren durch unterschiedlich große Druckpolster auf unterschiedliche Weise die Muskelgruppen des Fußes. Muskeln mit Überfunktion werden gehemmt, solche mit Unterfunktion werden aktiviert. Diese Reize führen zu einer verbesserten Motorik, weil die richtigen Muskeln angesteuert werden und den Körper adäquat stützen können.

Als unterstützende Behandlung hat sich eine Fußgymnastik als wirksam erwiesen. Zudem ist auch das Barfußlaufen – auch im Erwachsenenalter – sehr gesund. Das stärkt zusätzlich die Fußmuskulatur. Lassen Sie Ihre Füße also einfach mal an die frische Luft. Dabei ist es egal, ob Sie Sport oder Wellness machen. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

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